Pflegetipps

Wenn Sie ein paar einfache Regeln befolgen wird es Ihnen Ihre Pflanze mit einem langen, blühenden Leben danken.


DIE BEDEUTUNG VON LICHT!

Die erste Regel beim Halten jeglicher Zimmerpflanzen besteht darin, ihr genügend Licht zu geben. Möbelstücke rücken wir oft an die best beleuchteten Plätze im Raum, aber das bedeutet, dass die Ecken, die den Pflanzen zur Dekoration zugeteilt werden, die dunkelsten Stellen im Zimmer sind.
Die hellste Stelle ist natürlich für gewöhnlich direkt am oder neben dem Fenster. Zieht man jedoch gewohnheitsmäßig die Vorhänge tagsüber aus Gründen der Privatsphäre zu, kann das Zimmer natürlich trotzdem dunkel sein, so groß die Fenster auch sein mögen. Es gibt auch Pflanzen, die mit sehr wenig Licht auskommen, aber dies ist nur eine begrenzte Anzahl, die sich ziemlich strikt auf Arten mit schlichtem grünen Blattwerk beschränkt.
Panaschierte Blätter haben in diesen Fällen zuwenig Chlorophyll, und blühende Pflanzen brauchen eine Menge Energie, welche die Pflanze nur aus Licht gewinnen kann.

Man kann die Dunkelheit auch überwinden, indem man die Pflanze unter eine Lampe setzt, aber sie muss mit einer speziellen Leuchtstoffglühbirne ausgestattet sein, die man heute schon in jedem Baumarkt erhält.
Nur damit lassen sich die Lichtfrequenzen maximieren, welche die Pflanzen brauchen. Gewöhnliches Kunstlicht nützt also wenig.


FEUCHTIGKEIT!

Die nächste Anforderung ist die richtige Feuchtigkeit. Hier ergibt sich ein echter Konflikt zwischen unseren Wünschen und den Vorstellungen unserer Pflanzen, die in einem türkischen Bad glücklicher wären als in den meisten Wohnzimmern.
Ein helles Badezimmer oder eine helle Küche kann sich als guter Standort für Pflanzen erweisen. Auch wenn man die Pflanzen zuu mehreren gruppiert, schafft man ein etwas feuchteres Mikroklima.
Ein Kunstgriff besteht auch darin, die Pflanzentöpfe auf mit permanent angefeuchteten Kieselsteinen gefüllte Untertasse zu stellen. Dabei dürften die Töpfe selbst nicht im Wasser stehen (WURZELPFÄULNISS!).
Klimaanlagen und Zentralheizung können die Luft austrocknen, dass wüstenartige Zustände herrschen.Stehen die Pflanzen auf solchen nassen Kieseln, können sie sich besser mit solchen Bedingungen arrangieren. Eine angenehme Temperatur von 18-21°, die auch den meisten Menschen gut tut, ist für die Pflanzen das Beste. Lässt man die Temperatur nachts um einige Grade fallen, werden die Pflanzen es danken.


RICHTIGES WÄSSERN!

Die meisten Hauspflanzen ertrinken eher in zu reichlich verabreichten Wasser, als das sie verdursten. Fast alle sollte man zwischen dem Gießen ein wenig austrocknen lassen. Falls man zu den Leuten gehört, denen es schwer fällt, so hartherzig zu sein, sollte man die Pflanzen lieber in Tontöpfe einsetzten. Deren Porosität ein Übermaß an Feuchtigkeit im Gegensatz zu Plastikbehältern ausgleichen kann. Außerdem sehen Tontöpfe nicht nur schöner aus;) Mit Ihnen lässt sich die Trockenheit auch testen: Klopft man an den Topf, und gibt dieser einen hellen Ton von sich, braucht die Pflanze Wasser; hört man einen Wiederhall, ist sie feucht genug.


DAS DÜNGEN UND UMTOPFEN!

Früher oder später stellt sich die Frage des Düngens oder Umtopfens. Die Erfindung von Düngestäbchen hat das Düngen fraglos vereinfacht. Man sollte einfach einen Dünger kaufen, der sich für Düngepflanzen eignet und ihn im Frühjahr mit beginnendem Wachstum nach Packungsanleitung anwenden. Erstaunlich ist übrigens, wie sich selbst Zimmerpflanzen der unterschiedlichen Jahreszeiten noch bewusst sind. Wie immer sollte man die Dosierung nicht übertreiben. Das Düngen schiebt für gewöhnlich die Aufgabe des Umtopfens nur noch ein wenig in die Ferne, aber wenn man das Gefühl hat, dass das Gefäß der Pflanze zu eng wird, sollte man die Arbeit im Frühling angehen und dabei mit der Pflanze sanft umgehen. Der neue Topf sollte den alt5en nicht mehr als um eine Größe übersteigen. Wenn man möchte, kann man von den Wurzeln etwas alten Boden abschütteln, um mehr frische Erde zur Wirkung kommen zu lassen. Hierzu sollte man übrigens nur die beste käufliche Pflanzenerde wählen (Fachhandel!). Niemals sollte man zu einem Behälter ohne Drainageöffnungen im Boden greifen, egal wie schön er ist. Will man ihn trotzdem verwenden, sollte man einige Kiesel auf seinen Boden legen und ihn nur als Übertopf nutzen.


SCHÄDLINGE!

Leider werden unsere Pflanzen nun einmal von Zeit zu Zeit von Schädlingen befallen. Die schlimmsten sind Mehltau und Wurzelfäule, was fast immer auf zu reichliche Bewässerung zurückzuführen ist, die Spinnmilbe und die Schildlaus. Alle wären durch entsprechendes Vorsprühen von Insektiziden und Fungiziden unter Kontrolle zu bringen, aber innerhalb des Hauses wäre das Versprühen solches Giftes weder gesund noch eine saubere Angelegenheit.
Wenn man keine Gelegenheit hat, die Pflanze im freien zu besprühen, kann man ein systemisches Insektizid verwenden, das man in den Boden einmengen kann. Pilze sind schwieriger zu behandeln, und wenn eine Pflanze erst einmal ernsthaft befallen ist, könnte es anzuraten sein, sie mitsamt der Erde und allen Bestandteilen wegzuwerfen. Wenn der Topf mit Bleiche ausgewaschen wird, kann er durchaus wiederverwendet werden.

Ein Wort zum Thema Staub. Dieser setzt sich unsichtbar auf Zimmerpflanzen ab und raubt den Blättern Licht. Mit einem feuchten Tuch die Blätter regelmäßig abwischen oder besser noch die Pflanze gelegentlich in den Sommerregen stellen. Wenn möglich, stellt man sie im Sommer für einige Zeit im Garten in den Schatten.


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