Pflegetipps Sträuße

DIE RICHTIGE PFLEGE VON SCHNITTBLUMEN

Schönheit ist vergänglich….
….das gilt leider auch für Schnittblumen. Sobald die Blume von der Pflanze abgeschnitten wird, beginnt auch schon der Verfallsprozess. Die Lebensdauer variiert je nach Art und Sorte zwischen einigen Tagen und mehreren Wochen.
Doch für alle gilt: Mit der richtigen Pflegehalten sich Blumen viel, viel länger.
Es ist eigentlich ganz einfach…Wir haben für Sie die wichtigsten Tipps zusammengestellt und verraten, welche Sorten besondere Pflege brauchen.


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AUF DEN ANSCHNITT KOMMT ES AN

Richtiges Werkzeug
Verwenden Sie nur scharfe Messer
– eine Schere würde die winzigen Röhrchen, die das Wasser in den Pflanzen transportieren, zerquetschen! Ausnahme sind Blütenzweige, die Sie am besten mit Gehölzschere anschneiden.

So schneiden Sie nicht-holzige Stiele
Dazu gehören z.B. Tulpen und Sonnenblumen. Hier den Stiel einfach leicht schräg anschneiden. Achten Sie darauf, dass der Schnitt nicht zu lang ist, um die Blumen vor Attacken durch Bakterien zu schützen.

Und so schneiden Sie holzige Stiele
Dazu gehören z.B. Rosen und Chrysanthemen. Hier sollte der Anschnitt sehr schräg und etwa 5 bis 8 cm lang sein. Sie können diese Stiele auch zusätzlich an den unteren 5 Zentimetern entrinden oder von unten nach oben etwas spalten.

Für sehr durstige Blumen
Pflanzen, die sehr viel Wasser benötigen wie Orchideen, Alpenveilchen oder Christrosen, können Sie nach dem Anschneiden zusätzlich am Stiel leicht einritzen.

Ab in die Vase!
Stellen Sie die Blumen sofort ins Wasser
, nachdem Sie sie angeschnitten haben.


WICHTIGE REGELN FÜR EINE LANGE HALTBARKEIT

Vase
Rückstände, die sich (un)sichtbar am Vasenrand abgelagert haben, beeinträchtigen die Wasserqualität. Reinigen Sie deshalb das Gefäß vorher sehr gründlich. Entfernen Sie unbedingt die Blätter von den Stielen, die sonst mit dem Wasser in Kontakt wären. So verhindern Sie, dass sich Fäulnisbakterien ausbreiten. Wechseln Sie am besten alle 2 Tage das Wasser in der Vase – dann fühlt Sich Ihr Strauß direkt um einiges wohler.

Wassertemperatur
Optimal sind etwa 40° Celcius. Die Blumen nehmen warmes Wasser besser auf als kaltes. Ein Kälteschock bewirkt sogar, dass Blumen schneller welken. (Eine Ausnahme sind Tulpen, siehe „Spezialbehandlung“).

Nähstofflösung
Schnittblumen sind nicht mehr in der Lage, sich mittels Photosynthese selbst zu versorgen oder ihre Energieträger, die Kohlenhydrate (Zucker), zu speichern. Deshalb empfehlen sich Tütchen mit der Nährstofflösung, die Sie bei uns erhalten. Das kleine Wunderelixier hemmt die Bildung von Bakterien und Pilzen. Außerdem liefert es den Blumen die notwendige Energie. Mit der Nährlösung bleiben Blumen deutlich länger frisch – im Winter mitunter sogar doppelt so lange.

Sonne, Licht und Luft
Tagsüber sollten Schnittblumen nicht direkt in der Sonne stehen oder Zugluft ausgesetzt sein. Wenn Sie es besonders gut machen wollen, stellen Sie die Vase über Nacht in einen nicht beheizten Raum oder an einen windgeschützten Platz auf den Balkon.


PROFI TIPPS

Blumen & Obst
Obst verströmt Ethylen, das die Haltbarkeit von Pflanzen verringert. Stellen Sie Ihre Vase also nicht in die Nähe eines Obstkorbes! Andere Ethylenquellen sind Abgase und Zigaretten

Schleimende Blumen
Z.B. Narzissen enthalten in Ihren Stielen Giftstoffe, die nach dem Anschnitt in einer Vase ausschleimen sollten. Frühestens nach einer Stunde in ein Gefäß mit frischem Wasser stellen. Erst jetzt, falls erwünscht, mit anderen Blumen kombinieren. Falls es schnell gehen soll erhalten Sie bei Ihrem Floristen spezielle Neutralisierungsmittel.

Orchideen, Rosen und Nelken
reagieren besonders empfindlich auf Störfaktoren wie starke Sonneneinstrahlung, Zugluft oder Ethylenquellen (Obst, Abgase, Zigaretten)
Zwiebelblumen
vertragen die gängigen Frischhaltemittel nicht – deshalb nach speziellen Produkten fragen.

Tulpen
darf man im Gegensatz zu anderen Blumen in kaltes Wasser stellen. Die Frühlingsbotin mag es sogar besonders cool: Mit Eiswürfeln im Wasser bleibt sie extra lange frisch.

Sommerblumen
wie Mohn oder Sonnenblumen sollten Sie direkt nach dem Anschneiden für etwa 30 Sekunden in kochendes Wasser abbrühen. Das Gewebe ist nun nicht mehr in der Lage, sich wie bei einem Wundverschluss neu zu bilden, und der Blumenstiel kann das Wasser wie ein Schwamm aufnehmen. Auch Amaryllisblüten sollten so behandelt werden.


SOS BEHANDLUNG FÜR SCHLAFFE STRÄUßE

So retten Sie Schnittblumen, die die Köpfe hängen lassen:
Schneiden Sie die Stiele zuerst frisch an, um die Blumen anschließend fest in Papier einzurollen. Dann für zwei bis zwölf Stunden in ungefähr 40 Grad Celcius warmes Wasser stellen. Die ideale Raumtemperatur für diese Methode beträgt zwischen fünf und Zwölf Grad.


LANGLEBIGE IRRTÜMER.....

– und was wirklich (nicht) stimmt….

? „Zucker ins Blumenwasser gegeben ersetzt die Nähstofflösung“
! Tatsächlich tut Zucker Blumen gut – aber nur in der richtigen Dosierung! Zu viel davon bildet ein ideales Milieu für Fäulnisbakterien. Deshalb lieber keinen Zucker verwenden als ihn falsch zu dosieren. Greifen Sie stattdessen besser auf Nährstofflösungen mit einer ausgewogenen Mischung zurück.

? „Aspirin im Blumenwasser erhöht den Säuregehalt und macht die Stiele standfester“
! Großer Humbug! Das Gegenteil stimmt! Schon nach wenigen Tagen lassen die Blumen die Köpfe hängen.

? „Das Plätten der Stiele mit dem Hammer verbessert die Wasseraufnahme“
! Was früher häufig empfohlen wurde, ist heute wiederlegt. Die Methode verhindert die Wasseraufnahme und beschleunigt so den Fäulnisprozess.

? „Ein Bleichmittel verhindert, dass sich Schimmel bildet“
! Richtig, aber dafür verlieren die Blumen ihre Farbe und blühen leider erst gar nicht auf!


KONNTEN WIR HELFEN?

Natürlich gibt es noch viele spezielle Fragen rund um die Floristik. In unserem Geschäft beraten wir Sie gerne ausführlich. Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß dieser Service nur unseren Kunden vorbehalten ist und wir nur unseren registrierten Kunden via e-mail oder Telefon helfen können.

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